Labrador

vom Hohenbogen

Labrador Retriever

Was macht die Rasse aus?

Auf dieser Seite wird das rassetypische Aussehen, Wesen und Verhalten des Labrador Retrievers beschrieben. Zudem gibt es Infos zu den Zuchtlinien, der Geschichte und Verwendung der Rasse, sowie eine Aufzählung typischer erblicher Erkrankungen beim Labrador. Alle Themen können auch noch vieeeeeel detaillierter behandelt werden, aber ich denke dann würde das Thema noch trockener werden, als es so schon ist.

 

Aussehen:

- kräftig gebaut, mittelgroß, breiter Kopf

- Otterrute (dick am Ansatz, zur Rutenspitze hin immer schmaler, rundherum kurzes dickes Fell)

- stockhaariges Fell (kurz, dicht, nicht wellig, hart anfühlend, wetterbeständige Unterwolle)

- typische Schulterhöhe: Rüden ca. 57-62 cm; Hündinnen ca. 55-60 cm;

- typische Farbe: einfarbig schwarz, gelb oder braun. (Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot; braun von leber- bis schokobraun und auch bei schwarz Schattierungen möglich; kleiner Brustfleck gestattet)

 

     

 

Wesen und Verhalten:

- freundlich,neugierig, geduldig, ausgeglichen, menschenbezogen (geht auch freudig auf Fremde zu)

- keine Angst und Aggression ggü. Menschen -> guter Familienhund, schlechter Wachhund

- wasserliebend und apportierfreudig

- hohen „will to please“ -> großes Bedürfnis den Menschen zu gefallen -> gilt daher als typischer Anfängerhund (Achtung! Das heißt auf keinen Fall, dass er sich von selbst erzieht, sondern nur, dass er eher dazu bereit ist Befehlen zu gehorchen als andere Rassen)

- braucht viel Beschäftigung; bei permanenter Unterforderung: Zerstörungswut

- aber auch genügsam: wenn er 2-3 Tage wenig unternimmt, ist das für ihn kein Problem

- im Spiel mit anderen Hunden eher etwas grob und überdreht

- ein häufiges Problem von Labradoren ist die Leinenführigkeit, welche daher intensiv trainiert werden sollte

- eignet sich nicht für Zwinger- oder reine Gartenhaltung! Ein Labrador will in seiner Familie leben.

 

Zuchtlinien:

(Unterscheidung erst ab dem 19. Jahrhundert)

 

Show-Linie:

- Aussehen des Hundes im Vordergrund

- meist schwerer, kompakter, ruhiger und gutmütiger als die Arbeitslinie

- ist die Standardzucht ohne Leistungsprüfung

 

Field-Trial-Linie (Arbeitslinie):

- Zucht mit Leistungsprüfungen

- schlanker, leichter aber auch muskulöser als Show-Linie, mit längerem Rücken, schmalerem Kopf mit langem Fang und weniger Stop

- wirken häufig nervös und brauchen viel sinnvolle Beschäftigung

 

Dual-Purpose:

- Aus dem Englischen übersetzt bedeutet „Dual Purpose“ soviel wie „für beide Zwecke“ und bezeichnet einen Retriever, der sowohl bei Ausstellungen als auch bei Jagdprüfungen erfolgreich ist.

 

Geschichte:

- Ursprungsland: Kanada (Halbinsel Labrador), war britische Kolonie -> daher gilt er als britische Hunderasse

- verwandt mit Neufundländer; ab 1814 unterschied man zwischen Neufundländer und Labradorhund; „Labrador Retriever“ ab 1870

- von Beginn an zur Unterstützung bei der Jagd verwendet und gezielt dafür gezüchtet 

- 1870 wäre die Rasse fast ausgestorben (vermutlich durch Überzüchtung oder eine Seuche); nur wenige Tiere überlebten

- man geht davon aus, dass alle heute lebenden Labradore auf den 1885 geborenen Avon zurückgehen

- ursprünglich waren alle schwarz, alle anderen Farben galten als Fehlfarbe

- erster gelber Labrador, der nicht als Fehlzüchtung betrachtet wurde, wurde 1899 geboren

- seit 1903 gilt der Labrador als eigenständige Rasse und darf bei Ausstellungen teilnehmen -> dann entwickelten sich die zwei Zuchtlinien: Show- und Arbeitslinie

- Anerkennung brauner Labradore erst seit 1964

 

Verwendung:

- Jagd: Arbeiten nach dem Schuss (z.B. Apportieren von Flugwild), Schweißarbeit bei  Schalenwild, Arbeit vor dem Schuss (Buschieren)

- Blindenführhund

- Rettungshund, Lawinensuchhund

- Spürhund bei Polizei und Zoll

- Hundesport

- Familienhund (mit ausreichender Beschäftigung)

 

 

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